Baden-Württemberg ist ein Land voller Geschichte. Zwischen Donau und Oberrhein, zwischen Schwäbischer Alb und Schwarzwald reihen sich Burgen, Schlösser, Klöster und vollständig erhaltene Altstädte aneinander. Wer historische Ausflugsziele liebt, findet im Südwesten Deutschlands eine Dichte an Denkmälern, die kaum ein anderes Bundesland bietet. Wir stellen einige der schönsten Stationen vor — von der gotischen Donaustadt Ulm bis in den hohen Schwarzwald.
Ulm: Gotik und Fachwerk an der Donau
Wer an Ulm denkt, denkt zuerst an das Ulmer Münster: Mit 161,6 Metern ist sein Turm der höchste Kirchturm der Welt. Doch die Stadt an der Donau hat weit mehr zu bieten. Im Fischerviertel drängen sich liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser an schmale Kanäle, das Schiefe Haus lehnt sich seit Jahrhunderten an die Stadtmauer, und der historische Marktplatz erinnert an die Zeit der freien Reichsstadt. Ein Spaziergang durch die Gassen fühlt sich an wie eine Reise ins Mittelalter — für viele Besucher der schönste Teil eines Ulm-Aufenthalts.
Wer mehrere Tage bleiben möchte, um auch das nahe Blaubeuren mit dem Blautopf oder das Kloster Wiblingen zu erkunden, findet eine Auswahl an gemütlichen Bed-and-Breakfasts in Ulm, die sich als ruhige Basis eignen.
Wer es komfortabler mag, entspannt nach einem langen Sightseeing-Tag im komfortablen Maritim Hotel Ulm und startet am nächsten Morgen gestärkt in den zweiten Entdeckungstag.
Rastatt: Barocke Pracht am Oberrhein
Rastatt mag auf den ersten Blick unscheinbar wirken, doch die Stadt am Oberrhein ist ein wertvolles Zeugnis des Barock. Das Schloss Rastatt entstand um 1700 als erste barocke Residenz am Oberrhein und gehört mit seinem prunkvollen Treppenhaus und dem weitläufigen Garten zu den bedeutendsten Schlossbauten der Region. Ein Stück weiter lockt das ebenfalls sehenswerte Schloss Favorite. Auch die Innenstadt mit ihren barocken Fassaden und dem historischen Markt lädt zu einem ausgedehnten Rundgang ein.
Wer das höfische Flair länger genießen möchte, übernachtet am besten in einem charmanten Bed-and-Breakfast in Rastatt und startet von dort aus zu einem Streifzug durch die Schlossanlagen.
Reutlingen: Fachwerk am Fuß der Schwäbischen Alb
Reutlingen blickt auf eine über 900-jährige Geschichte zurück. Die denkmalgeschützte Altstadt mit ihren gotischen Kirchen, dem Tübinger Tor und den schmalen Gassen zählt zu den schönsten in Süddeutschland. Über der Stadt erhebt sich die Achalm, ein markanter Hausberg mit der Ruine einer mittelalterlichen Burg, von deren Aussichtspunkt sich der Blick bis zur Schwäbischen Alb öffnet. Besonders schön ist der Aufstieg am frühen Morgen, wenn die Stadt noch ruhig daliegt.
Die Erkundung lässt sich gut mit einer Übernachtung im haustierfreundlichen Achalm Hotel in Reutlingen verbinden — dann kann der Hund gleich mit zum Burgberg.
Titisee-Neustadt: Geschichte im Herzen des Schwarzwalds
Eine ganz andere Facette historischen Reisens bietet Titisee-Neustadt im Hochschwarzwald. Der Ort ist nicht nur für den glasklaren Titisee bekannt, sondern hat auch eine lange Tradition als Kur- und Luftkurort. Historische Hofanlagen, das Stadtmuseum und kleine Uhrenmacherwerkstätten erinnern an die einstige Bedeutung der Schwarzwälder Uhrenindustrie. Wer genau hinschaut, entdeckt an den Fassaden der Altstadt Spuren aus mehreren Jahrhunderten.
Titisee-Neustadt ist über die gut ausgebaute B 317 und mit dem Flugzeug erreichbar. Für alle, die mit dem Flieger anreisen, lohnt sich ein Blick auf praktische Hotels nahe dem Flughafen in Titisee-Neustadt, um schon am Ankunftstag entspannt in die Geschichte des Schwarzwalds einzutauchen.
Ob gotisches Ulm, barockes Rastatt, mittelalterliches Reutlingen oder der traditionsreiche Hochschwarzwald: Baden-Württemberg ist ein einziges Freilichtmuseum — und jede dieser Stationen lohnt eine eigene Reise.