Der Kaiserstuhl im Südwesten Baden-Württembergs ist keine gewöhnliche Weinlandschaft. Aus der flachen Rheinebene ragen die Hügel eines erloschenen Vulkans, und auf ihren sonnenverwöhnten Hängen wachsen seit rund zweitausend Jahren Reben. Ihringen am Fuß des Kaiserstuhls gilt als einer der wärmsten Orte Deutschlands – kein Wunder also, dass hier auch Mandelbäume und wärmeliebende Pflanzen gedeihen. Was so urwüchsig wirkt, ist zu großen Teilen Kultur: eine Terrassenlandschaft, die Generationen von Winzern geschaffen haben, und ein Geflecht aus Dörfern, Festen und Keltern. Ein Kultururlaub im Kaiserstuhl verbindet genau das: Genuss, Geschichte und eine Landschaft, die wie ein Gemälde dasteht.
Eine Vulkanlandschaft als Freilichtmuseum
Vor Jahrmillionen glühte hier Magma, heute bestimmen Steillagen, Trockenmauern und blühende Trockenwiesen das Bild. Die Römer brachten den Wein in den Kaiserstuhl, im Mittelalter legten Mönche und Winzer die Steillagen an, und auf den Höhen bei Sasbach am Kaiserstuhl erzählt die Ruine Warenburg von der Zeit der Ritter. Wer vom Hügelkamm nach Westen blickt, sieht über die Rheinebene bis zu den Vogesen – ein Panorama, das den ganzen südwestlichen Kulturraum wie auf einer Karte zeigt.
Diese Dichte macht den Kaiserstuhl zu einem idealen Ausgangspunkt für weitere Entdeckungen. Rund eine Stunde nördlich wartet Karlsruhe mit seiner barocken Fächerstadt und einer dichten Museumslandschaft. Wer den Kultur-Tag verlängern möchte, übernachtet am besten in einem zentral gelegenen Bed and Breakfast in Karlsruhe.
Weindörfer, Feste und gelebte Tradition
Die eigentlichen Kulturdenkmäler des Kaiserstuhls stehen mitten in den Orten. In Vogtsburg-Burkheim haben sich mittelalterliche Wehrtürme und Tore erhalten, in Ihringen, Oberbergen und Sasbach reihen sich Winzerhöfe, Dorfläden und Keltern entlang der Rebhänge. Die Badische Weinstraße führt mitten durch diese Szenerie, und eine Fahrt mit der Kaiserstuhlbahn zeigt, wie nah sich Kultur und Landschaft hier sind. Dazu kommen die Feste: Bei Weinlagen-Eröffnungen, Kelterfesten und der traditionellen Dorffasnacht wird der Dorfplatz zur Bühne, und alte Bräuche bleiben lebendig – Kultur, die man nicht nur anschaut, sondern miterlebt.
Auch in diesem Jahr laden die Winzer wieder zu Spaziergängen durch die Rebhänge ein, und in den Straußwirtschaften wartet auf den Sonnenterrassen eine kleine Pause mit Ziegenkäse und regionalem Wein.
Ausflüge ins weitere Kulturland
Vom Kaiserstuhl aus lassen sich die größeren Kulturorte Baden-Württembergs bequem in die Reise einbauen. Nach Stuttgart, der Landeshauptstadt zwischen Oper, Staatsgalerie und eigenen Weinbergen, sind es etwa zwei Autostunden. Wer dort einen Opern- oder Museumsabend plant, übernachtet am besten im komfortablen DORMERO Hotel Stuttgart.
Richtung Schwäbische Alb führen Reutlingen und Bad Urach in eine ruhigere Kulturwelt. In Reutlingen blieb der mittelalterliche Stadtkern mit seinen engen Gassen und Türmen erhalten; für eine Übernachtung gibt es eine große Auswahl an gemütlichen Bed-and-Breakfast-Unterkünften in Reutlingen. Das beschauliche Bad Urach am Fuß der Alb lockt mit seinem Renaissance-Schloss und dem Kurpark – hier rundet eine Nacht im stilvollen Boutique Hotel Graf Eberhard in Bad Urach den Tag ab.
Einen weiten, aber reizvollen Bogen schlägt eine Reise nach Bad Mergentheim, wo der Deutsche Orden über Jahrhunderte eine glanzvolle Residenz unterhielt. Die Stadt im Norden des Landes ist bis heute von Schloss und romantischer Altstadt geprägt; wer dort einkehrt, profitiert von ruhigen Bed-and-Breakfasts in Bad Mergentheim als genussvollem Ausklang einer Rundreise, die am Kaiserstuhl begann.
Am Ende jeder Reise bleibt die Erkenntnis: Der Kaiserstuhl ist klein auf der Karte, aber groß an Kultur. Wer ihn besucht, nimmt Wein, Landschaft und Geschichten mit – und den Wunsch, bald wiederzukommen.